16. Hinterlandmauer

Nicht nur auf der Westseite stand eine Mauer, sondern auch auf der Ostseite. Hinter dem Militärwagen und dem Stacheldrahtzaun ist auf dem Bild die weiß bemalte Mauer zu sehen. Sie sieht zwar dünner aus als die Betonmauer auf der Westseite, jedoch ist sie mit 3 Metern höher als der Stacheldraht. Zum einen hat die DDR die Hinterlandmauer so hoch gebaut, um das Flüchten zu verhindern und zum anderen auch den eigenen Bürgern die Sicht auf den Todesstreifen zu verwehren. Da eine freie Sicht auf den Todesstreifen auch eine freie Sicht auf die Überwachungssysteme bedeutete, wollte das Regime damit Fluchtpläne verhindern.

Weil der Todesstreife hier zu schmal ist, hat man lediglich 8 Stacheldrähte übereinander in Reihe über die Mauer gespannt, anstatt einem üblichen großen Stacheldrahtzaun. Auf diesen Drähten gab es scheinbar Stromverlauf, die sich mit der Alarmanlage verbunden waren.
Die Hinterlandmauer wurde immer weiss bemalt, so dass der Flüchtlinge einfacher entdeckt werden konnte.