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Die Innerdeutsche Grenze (Bernd Melzer)

Bernd Melzer war Angehöriger des Bundesgrenzschutzes in den Jahren 1969-81. Sein Grenzabschnit an der Innerdeutschen Grenze als Streifenführer war die Elbe von Bleckede-Schnackenburg (114km) und Land-DL (22km) von Schnackenburg-14 Gräben (Wirler Wald).

©Bernd Melzer
1. Ein Angehöriger des Bundesgrenzschutzes patroulliert an der Grenze. Rechts steht eine Grenzsäule, die die DDR verlegt hatte.
2. Ein Angehöriger des Bundesgrenzschutzes steht an der Grenze. Hier ist früher wahrscheinlich eine Straße verlaufen.
3. Großkapermoorweg. Der Bundesgrenzschutz geht Fußstreife (22 km) durch den Wirler Wald entlang der DDR-Grenze und überprüft den Zustand der Schilder: "Halt, hier Zonengrenze".
4. Zwei Grenzposten der DDR und ein Scheinwerfer.
5. Stacheldrahtzäune ,die von der DDR Grenztruppen errichtet wurden.

6. Gebiet der Elbe. Die Elbe war von Lauenburg über Dömitz bis Boizenburg mit mehreren BT 11 (Beobachtungstürme) ausgestattet. Der Elbdeich hatte einen Metallgitterzaun.
7. Gebiet der Elbe. An manchen Stellen gab es aus der Zeit der sowjetisch besetzten Zone noch die alten Holz-Beobachtungstürme. Danach wurden die BT 11 gebaut.
8. Gebiet der Elbe.
9. Gebiet der Elbe.
10. Gebiet der Elbe. In Dömitz waren die Boote der DDR-Grenztruppe stationiert. Sie fuhren tagsuber und lagen in der Nacht am ostlichen Ufer vor Anker, um die Flucht in den Westen über die Elbe zu verhindern.

11. "Achtung Minen" Der BGS-Streifenführer trifft an der Königsbrücke des Flusses Seege auf die DDR-Grenztruppe. Mit langen Stangen sucht die DDR-Grenztruppe im Boden nach alten Minen.
12. "Achtung Minen"
13. War die Minensprengung abends beendet und die Grenze abschnittsweise minenfrei, wurde die Grenze tagelang an dieser Stelle mit einem provisorischen Beobachtungsstand gesichert. Als neue Minen eingesetzt worden waren und die DDR-Grenze wieder lückenlos mit Minenreihen geschlossen war, wurde der Bewachungsstand wieder entfernt und die Grenzsoldaten zogen sich zurück ins Sperrgebiet des Hinterlandes.
14. Eine alte Mine wird zur Explosion gebracht und durch eine neue Mine ersetzt. Immer 10-15 alte rechteckige Holzkasten-Minen wurden nacheinander gesprengt und durch neue runde Plastikminen ersetzt. Mehrere Kilometer der Grenze waren durch Minen gesichert und sollten die Flucht von Ost nach West verhindern.

Der Tod des Minensuchers

Eines Tages stolperte im Heidekraut im Wirler-Wald ein DDR-Minensucher und trat auf eine Mine. Die Mine explodierte unkontrolliert und der Fuß des Grenzsoldaten wurde abgerissen. Der Mann war - nachdem er nach fünf Minuten aus dem Minengürtel geholt werden konnte, zwischen den beiden Metallgitterzäunen verblutet.

Nach 1 Stunde kamen mehrere hohe Offizier der DDR-Grenztruppe und betraten die Unglücksstelle. Nach 90 Minuten wurde die Leiche, die hinter den Lastkraftwagen Lo 1600 gelegt wurde, um dem BGS-Streifenführer die Sicht zu versperren, mit einem Leichenwagen abtransportiert.

Nach diesem Tag waren tagelang die Minenarbeiten an der Grenze eingestellt. Bei der Fortsetzung der Arbeiten wurde vom BGS-Streifenführer festgestellt, dass alle neue Leute waren. Die alte DDR-Mannschaft war komplett ausgewechselt worden, bis auf einen Oberfeldwebel der Grenztruppe, der seit Jahren seinen Grenzdienst machte. Dieser Oberfeldwebel der DDR hatte beim BGS den Spitznamen "Minen-Muffel" bekommen, weil er selber kein Minenfeld betrat und immer nur die Minensucher bewachte, damit keiner in den Westen flüchtete.

15. Zerstörte Straßenbrücke. Der Bundesgrenzschutz mit MTW (Mannschaftstransportwagen) am westlichen Ufer der zerstörten Straßenbrücke gegenüber der Stadt Dömitz / DDR
16. Hubschrauber BELL UH 1D. Wenn im Winter die Straßenverhältnisse den Einsatz von Kraftwagen an der Elbe-Grenze zur DDR einschränkten, wurde manches Mal ein Hubschrauber zur Grenzstreife eingesetzt, wenn noch Flugwetter war.
17. Der Bundesgrenzschutz fährt von Lüneburg nach Bonn zur Bundesregierung, um beim Staatsbesuch von L. Breschnew die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Bonn zu gewährleisten. Die Einsatzhundertschaft 3.GSG.6 fährt mit Sonderwagen Typ II nach Bonn in die Regierungshauptstadt, nimmt Raum- und Absperrgitter mit, um bei Demonstrationen gegen Störungen erfolgreich vorgehen zu können, damit die Sicherheit der Staatsgäste aus der Sowjetunion garantiert ist.
18. Die Mannschaft des Bundesgrenzschutzes und die Sonderwagen.
19. Die Mannschaft des Bundesgrenzschutzes auf den Sonderwagen.
20. Die Sonderwagen des Bundesgrenzschutzes.


Der Mauerfall (Kimio Kobayashi)

Im Jahre 1990 hat der Japaner, Kimio Kobayashi, eine Geschäftsreise nach Berlin gemacht. Dabei hat er die Reste der Mauer, die vor einem Jahr gefallen war, nahe dem Checkpoint Charlie und Potsdamer Platz fotografiert.

©Kimio Kobayashi
1. Mauerspecht.
2. Mauerspecht.
3. Mauerspecht.
4. Die Reste der Mauer.
5. Ein Mauerstückchen wird für eine Mark verkauft.
6.  Mauerstückverkauf.
7. Neben Kimio fährt ein Trabant durch die Mauer vorbei.


Die Mauer vor und nach der Wende (Florian Bortfeldt)

Florian Bortfeldt, evangelischer Pastor für 3 Dörfer nahe Bremen, hatte seit 1984 durch kirchliche Beziehungen Freunde in der DDR. Seitdem hat ihn die die Deutschen trennende Grenze niemals losgelassen. So hat er einige Fotos vor der Wende geschossen, viele nach der Wende. Heute ist es sein Hobby, auf Spurensuche nach der Mauer und Grenze zu gehen.

©Florian Bortfeldt
1. Die Mauer, die vor der Wende in Ost Berlin geknipst wurde. Es war damals streng verboten, die Grenzanlage zu fotografieren, deshalb hat er dieses Foto aus dem Auto gemacht. (Mühlen Str., Friedrichshain, April 1985)
2. Gleicher Ort, 1993. Diese Hinterlandmauer wird heute "East Side Gallerie" genannt und ist eine Sehenswürdigkeit Berlins.
3. Brandenburger Tor im Osten. (April, 1986)
4. Brandenburger Tor im Westen. (Mai, 1983)
5. Potsdamer Platz. Die DDR hatte Spanische Reiter verlegt, um eine Flucht mit dem Auto zu verhindern. (Mai, 1983)
6. Potsdamer Platz. Keiner kann glauben, dass er in den 30er Jahren der beschäftigste Platz Europas war. (Mai, 1983)
7. Potsdamer Platz nach der Wende. (November, 2000)

8. Die Mauer hinter dem Reichstagsgebäude. (Oktober, 1987)
9. Die Mauer hinter dem Reichstagsgebäude. Die Betonmauer der 4. Generation ist 3.6 Meter hoch, zweimal so groß wie Menschen. (Oktober, 1987)
10. Der Grenzzaun auf den Schienen der S-Bahn. Da der Verkehr dieser S-Bahn Linie seit langem eingestellt war, sind die Bäume hoch. (Zehlendorf, Oktober, 1988)
11. Gleicher Ort.
12. Steinstücken. (Zehlendorf, Oktober, 1988)
13. Eine Aufnahme, die am gleichen Ort gemacht wurde. Die Straße sieht unverändert aus, aber die Landschaft ist ohne Mauer ganz anders. (November, 2000)
14. Die Todesstreifen in Steinstücken. (Oktober, 1988)
15. Gleicher Ort nach der Wende (November, 2000). Die Straße ist wieder erneuert worden, aber das Gebäude ist unverändert geblieben.
16. S-Bahn Gelände, auf dem die Sektorengrenze vor der Wende verlief. Die Mauer steht noch. (Wedding und Prenzlauerberg, Juli, 1990)
17. Kolonnenweg im Todesstreifen hinter der Mauer. Wenn die Mauer einmal weg ist, ist er ein Weg zum Spazierengehen. (Juli, 1990)
18. DDR-Parole (nahe Dresden, April, 1985)
19. DDR-Parole "Die Helden der Sovietarmee sind unvergessen." (nahe Dresden, April, 1985)


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